Röhrenverstärker Selbstbau


Direkt zum Seiteninhalt

Lautsprecher

Röhrentechnisches

Welche Lautsprecher passen zu einem Röhrenverstärker?

Das ist eine der Fragen die oft gestellt werden, wenn das Interesse an unseren Verstärkern aufkommt. Zwei mal 4 Watt pro Kanal erscheinen erstmal gering. Zu sehr ist der Kunde von den unrealistischen Leistungsangaben mit werblichen Hintergrund beeinflusst worden und verlangt mehr..noch mehr, immer mehr. Selbst Minianlagen protzen mit Angaben wie "200 Watt Musikpower" die eigentlich garnichts über die erzielbare Lautstärke (..und noch weniger über die Klangqualität) aussagen. Drehen Sie bitte mal das Gerät um und suchen Sie die Angabe über die "Leistungsaufnahme", was sehen Sie dort? Wenn dort eine Zahl zwischen 15 und 30 steht sind echte Zweifel mehr als angebracht. Nur was Sie an Energie reinstecken kann als Leistung dauerhaft rauskommen.

Effektive Lautsprecher für Röhrenverstärker
Was und wie laut Sie hören bestimmt nicht allein der Verstärker, sondern der Lautsprecher. Die Relation zwischen "Watt" und "Lautstärke" wird von Ihm bestimmt. Neben sehr individuellen situationsbedingten und subjektiven Faktoren (...schwerhörige Nachbarn, dünne Zwischenwände), die die eigene "Pegelfestigkeit" nach oben oder unten festlegen ist es der in Dezibel gemessene Wirkungsgrad des Lautsprechers. Eine sehr gute Erklärung liefert
"Orbidsound" auf seiner Webseite ab. Schauen sie hier...


Meine eigenen Lautsprecher

Als ich Ende der achtziger Jahre mit Röhrenverstärkern anfing, hatte ich die gleichen Lautsprecher die ich auch heute noch benutze. Sie entstanden also im Transistorzeitalter. Nachdem mein Marantz mit IC in der Endstufe erst einen Hochtöner und dann sich selbst vernichtete, habe ich beide Hochtöner der Box gegen zwei des Fabrikates "Scanspeak" ausgetauscht. Den amerikanischen Fabrikanten dieser Boxen kennt heute keiner mehr, denn der Hifi-Fachhandel führte diese Boxen nicht. Sie klingen trotzdem überzeugend gut, wie viele Mithörer bestätigten. Zum Testen in der Werkstatt hatte ich zwei Dual CL172, vom Sound her eher nervige direkte Lautsprecher, deren Klang ich nie lange ertragen konnte. Die Schwabbelmenbran des Tieftöners, konnte nur eine starke Gegenkopplung des Röhrenverstärkers bändigen. Mit unausgewogen unpräzisen Bass, zu schrillen Höhen (was sich dann später selbst erledigte als auch hier der Hochtöner ausfiel) gingen Sie dann vor Jahren den Weg alles Irdischen.

Meine Lautsprecher

Das war gut so, denn jetzt konnte ich Gegenkopplungen zurücknehmen und kam langsam auf ein Kerndesign bei Röhrenverstärkern zurück. In all den Jahren fand ich es jedoch wichtig die Lautsprecher lange zu behalten, sie sind die Referenz die Fortschritte beim Verstärkerdesign hörbar machen. Aber dieses Wechselspiel Lautsprecher - Röhrenverstärker ist ein schönes Beispiel, wie das Hören mit einer Box die Konstruktion der eigenen Verstärker beeinflusst. Der hohe Dämpfungsfaktor des Transistorverstärkers war grade richtig um solche Konstruktionen wie meine alten CL172 zu befeuern. Bei Röhrenverstärkern mussten sie versagen. Wirkungsgradstarke Lautsprecher führen mich also wieder zu einem (Röhrenverstärker) Design, das einfach und ursprünglich ist. Meine im Bild gezeigte Box ist ein Zweiwegesystem mit zwei Tiefmitteltönern und einer Hochtonkalotte, die regelbar ist und mit einer Nennimpedanz von 6 Ohm. Die 4 Watt des kleinen Amps reichen für mehr als gehobene Zimmerlautstärke aus. Dem Bass wurde mit einer Art Membrankonstruktion auf der Rückseite des Lautsprechers auf die Sprünge geholfen - deshalb der Abstand zur Wand.

Kunden die das Experiment gewagt haben, waren oft erstaunt wieviel 4 Watt sein können. Einige nutzen den Verstärker mit Boxen der Firmen Klipsch, oder JBL als Beispiel, andere besitzen Tannoy, alte Isophon, Spendor oder Konstruktionen im Eigenbau nach Beispielen aus einer Fachzeitschrift. Merken Sie was? Hier nenne ich jetzt bei den Herstellern Firmen, die es seit Jahrzehnten gibt und schon im Röhrenzeitalter tätig waren.

Womit ich mal kurz zur Firma OrbidSound zurückomme, denn in den Boxen dieser Hersteller steckt viel jahrzehntealtes Know-How, zum Thema Wirkungsgrad und Klang. Sicher entscheiden immer die eigenen Ohren, aber nicht umsonst habe ich die Hörerlebnisse mit meiner, von heute aus betrachtet "steinalten" Dual angeführt. Wenn es für Sie passt, in Balingen hat die Firma ein Hörstudio in dem ein Parafeed SE 84 Mk II aus unserem Haus werkelt. Das war jetzt auch ein Stück weit Zufall, denn ich habe keine Tour durch die Studios gemacht um meine Baukonzepte in die Vorführungen zu bekommen. Da ich sowieso über einen neuen Amp nachdenke stand dieser grade unbenutzt hier. Zumindest in Baden-Württemberg hat es bei diesen Namen sofort bei einem Kunden aus Stuttgart "geklingelt".


Wenn ich mehr Leistung haben will...

Die nächste Steigerung in SE findet in der Klasse 8 - 10 Watt statt. Das ist der von mir selbst bevorzugte Leistungsbereich. Hier steigert sich nicht notwendigerweise die Lautstärke (dafür wäre das vierfache der Leistung erforderlich) sondern die Fähigkeit des SE Verstärkers ihm abverlangte Leistungsspitzen sauber zu verarbeiten. Das ist bei jeder Box deutlich hör- und im Bass - auch spürbar, wenn nicht grade ein "Leistungskiller" als Box angeschlossen wird. ..oder andersrum gedacht, mit einer effizienteren Lautsprecherbox, komme ich auch zum Ziel.

Die Lautsprecher eines schwäbischen Künstlers
die folgenden Lautsprecher stammen von einem geschmackssicheren schwäbischen Tüftler. Ich möchte an diese Stelle nicht über richtig und falsch diskutieren. Open Baffle ist z. B. nicht jedermanns Sache, würde mich aber freuen wenn hier ein paar Menschen auf sein handwerkliches Können aufmerksam werden. Den Kontakt stelle ich gerne her.

lautsprecher Frontseiten

Röhrenverstärker Home | Bauteile | Schaltpläne | Röhrentechnisches | Tipps & Service | Galerie | Radiomuseum | Archiv | Werkstatt Inside | Kontakt Bestellung | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü