Röhrenverstärker Selbstbau


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Magische Augen steuern

Röhrentechnisches

Ein nettes Zubehör...die Aussteuerungsanzeige

Eigentlich mehr Spielzeug als Messeinrichtung - und immer wieder gern genommen. Offen zugegeben es ist nichts zum exakten Messen von Pegeln, aber immerhin zeigt es beiläufig die Anwesenheit der Betriebsspannung an und man sieht auch recht schnell wenn ein Kanal ausgefallen ist oder "hinterher" hängt.

In der Praxis bieten sich die magischen Augen, Fächer oder Bänder an, die heute noch hergestellt werden. Die beiden Typen EM 80 und EM 84 bieten sich an den von diesen beiden gibt es russische Äquivalenztypen die sich jedoch in der Leuchtfarbe etwas von den alten Ausführungen unterscheiden.

Das magische Auge braucht für seine Aussteuerung am Gitter eine negative Vorspannung. In alten Radios war das mal die "Regelspannung" die gleichzeitig den Schwundausgleich bewerkstelligte. Die Steuerspannungen liegen je nach Röhrentype im Bereich zwischen 0...-15 V.


Die untere Zeichnung zeigt wie man es machen kann und zeigt zwei sinnvolle Alternativen zum Abgriff der Tonfrequenzspannung im Verstärker.



Schaltbilder Aussteuerungsanzeige

1. Möglichkeit. Wenn der Verstärker etwas leistungsfähiger ist (so etwa die 8 - 50 W Klasse) kann man die erforderliche Spannung bequem am Lautsprecherausgang abnehmen. Bei "M" wie "Magisches Auge" wäre der Anschluss dafür. Da der Stromkreis an der Sekundärwicklung des Lautsprechers sehr niederohmig ist, stellt die Aussteuerung des Magischen Auges kein Problem dar, der Stromkreis wird nicht belastet (wir erinnern uns, Röhren benötigen keine Leistung zur Ansteuerung). In diesen Fall wird der Punkt "M" der unteren Schaltung mit "M" wie bei Nummer "1" verbunden-

2. Möglichkeit. Bei kleineren Verstärkern, z. B. SE mit der EL 84 reicht die Leistung oft nicht aus um am Innenwiderstand des Lautsprechers eine Spannung abfallen zu lassen, die ein Magische Augen auszusteuert. An der Anode der Endstufenröhre hingegen hat man hingegen die gewünschten höheren Pegel - die jedoch ohne Spannungsteiler viel zu hoch sind. Deshalb muss diese Spannung über ein Kondensator ausgekoppelt und einen Trimmer zugeführt werden. Ab 100 KOhm kommt man meist damit klar.


Die untere Schaltung zeigt die Beschaltung einer EM 80, für die EM 84 sieht es genauso aus, nur das das Pin Out der Sockel ist verschieden ist.

Mit dem Trimmer wird das Magische Auge so eingestellt, das bei hoher Lautstärker die Leuchtsektoren weit werden und nur ein kleiner Spalt übrigbleibt bzw. eine Überlappung der Sektoren stattfindet. Der 0,1 µF Kondensator kann entfallen wenn wie in Nummer 2 angeschlossen wird (es sollte dann aber ein 630 V Typ sein). Die Diode sorgt für die erforderliche Gleichrichtung - wir erinnern uns, es wird eine negative Spannung zur Steuerung des Magischen Auges gebraucht. Der 47nF Kondensator beruhigt die zappelnden Leuchtsektoren etwas, der Wert kann auch gerne wesentlich höher gewählt werden.

Die Magischen Augen sind meist für 250 V Betriebsspannung vorgesehen, wenn die Betriebsspannung höher ist. sollte man vor der Anode "l" (das ist die leuchtende Anode der EM 80) einen Vorwiderstand vorsehen. Die Betriebspannung nimmt man an der Siebkette ab, am zweiten oder dritten Siebelko.


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