Röhrenverstärker Selbstbau


Direkt zum Seiteninhalt

Stereo SE mit der 807

Schaltpläne

807 SE Verstärkers eines Kunden

Für "Audio Puristen"

so gut kann er aussehen - und er klingt auch so. Den Verstärker auf dem Bild, hat ein Kunde von uns gekonnt zusammengebaut. Mittlerweile scheint die Röhre 807 die Fantasie einiger Audio DIY Fans anzuregen. Ergänzt wurde die Schaltung um 2 magische Bänder und 2 Retro Ruhestrominstrumente.

Zunehmend verkaufen wir die Übertrager der Firma Hammond (TM) aus Kanada und auf dieser Basis ist auch der Amp für Puristen entstanden. Die Übertrager halten, was die Datenblätter versprechen und weil die ganze Serie dieser Bauteile netterweise gleich mit Trafohauben daherkommt, lange Drahtenden unter das Chassis geführt werden und auch der "Look" an klassische Verstärker erinnert, passt alles zusammen.

Schaltbild 807 SE ohne Gegenkollung


Hier der Verstärker ohne Netzteil. Für Stereo doppelt aufzubauen. Die Punkte "A" bis "C" korrespondieren mit der Schaltung des Netzteils. Diese Arbeit wurde für einen Kunden gemacht der keine Gegenkopplung wünschte. Nur ein Koppel C hat hier die Gelegenheit an der Phase zu drehen. Durch die direkte Kopplung der beiden 6 SN 7 gibt es kein Limit bei der NF. Der Regler im Kathodenkreis erlaubt es den Arbeitspunkt der beiden 807 genau einzustellen. Wenn dies nicht gewünscht wird reicht ein 120 Ohm Widerstand im Kathodenkreis der 807 auch das Messinstrument ist nicht zwingend.

Netzteil des 807 SE ohne GK


Hallo Schreibfehlerteufel! Gemeint ist natürlich die 5 U 4 G als Gleichrichterröhre und nicht eine 6 U 4 G die es nicht gibt. Die Chokedrossel ist beim Single - Ended unabdingbares Zubehör. Passender Trafo hier der 372JX und die Drossel 193J von Hammond (TM). Statt der 50 µF Kondensatoren können auch 47 µF eingesetzt werden, die dann unter dem Chassis verschwinden können BitteTypen für mindestens 450 V verwenden. Hier die Bauteileliste, bei "Datenblatt" ist die Information der
Fa. Hammond (TM) hinterlegt bzw, verweisen die Links auf die die Seite http://frank.pocnet.net.

...und der Klang?

Was die Direktheit der Wiedergabe betrifft, ist dieser Verstärker schwer zu überbieten. Alles was am Eingang des Amps geschieht, setzt er scheinbar unmittelbar in Leistung um. Auch hier wieder outet sich die 807 als eine Röhre, die nicht wirklich in ein Zuordnungsschema (Triode oder Pentode) passt. Die Qualität steht und fällt hier jedoch extrem mit den verwendeten Bauteilen. Was der Lautsprecher leistet (...oder nicht!) kann hier unmittelbar erfahren werden.

Der Erbauer dieses Gerätes hat eine Gegenkopplung eingeplant und schreibt darüber bzw. über den Klang: "...habe die Gegenkopplung als Option eingebaut. Ist aber nicht unbedingt erforderlich. Besonders fallen die Übertrager von Hammond ins Gewicht. Bestechend klare Wiedergabe. Besonders gut kommt Blues-Rock “rüber” , aber das ist Geschmackssache.


Bauteile (für Stereo)

   

Röhren

2 x 807, 2 x 6SN7 und 1 x 5U4G

Datenblätter: 807
6 SN 7 und 5 U 4 G

Röhrensockel

2 x UX5 und 3 Oktal

 

Ausgangsübertrager

Hammond 1630 SEA

Datenblatt

Drossel

193 J

10 H / 200mA

Netztrafo

372 JX

Datenblatt

Elkos

4 x 50 µF / 500 V JJ

oder 2 Doppelelkos

 

2 x 220 µF / 100 V

 
 

2 x 100 µF / 16 V

 
 

2 x 26-22µF / 450 V

 
 

2 x 470 µF / 35 V

 

Kondensatoren

2 x 220 nF / 630 V

 
 

1 x 2,2 nF / 500 V

Keramisch Netzteil

Drahtwiderstände

1 x 47 Ohm / 5 Watt

 
 

1 x 2,2 K / 5 Watt

 
 

2 x 15 K / 4 Watt

 
 

1 x 120 Ohm 4 Watt

 

MOX Widerstände

2 x 3,9 K / 1-2 Watt

 
 

2 x 220 K / 2 Watt

 
 

2 x 33 K / 2 Watt

 
 

2 x 47 K / 2 Watt

 
 

2 x 1 K / 0,25 Watt

 
 

2 x 1 M / 0,25 Watt

 
 

2 x 10 K / 0,25 Watt

 
 

1 x 150 K / 2 W

 
 

3 x 100 Ohm / 2 Watt

 

Poti

2 x 10 K - 47 K log

 
 

47 Ohm 2 Watt

Trimmer Kathode

Bei Verwendung eines Hammond (TM) Netztransformators beachten.
Die Verdrahtung des Netztrafos von Hammond (TM) kann etwas verwirrend sein - hier ein paar Hinweise. Primär hat dieser Netztrafo 2 Wicklungen mit Abgriffen bei 100 V, 110 V und 120 Volt. Entsprechend dem Datenblatt müssen die beiden Wicklungen in Reihe geschaltet werden, wenn 230 V anliegen. Folgende Anschlussfarben werden geschaltet: Weiß (ein Netzpol), Schwarz wird mit Braun verbunden und Blau mit dem anderen Netzpol. Die übrigen Leitung kürzt man am besten und lötet diese auf Lötösenleisten. Es sind auf der Primärseite die Farben Scwarz/Weiss, Schwarz/Rot sowie Braun/Gelb und Blau Gelb. Das Graue Kabel ist die Schirmung und kommt an Masse.

Auf der Sekundärseite (Anodenspannung) gehen zwei Rote Kabel heraus, die an die Anoden der 5 U 4 G kommen. Das mit Rot/Gelb bezeichnete Kabel kommt an Minus bzw. Masse. Violett ist ein 50 Volt Abgriff der hier nicht gebraucht wird. Die 6,3 V Heizung wird mit grünen Kabeln herausgeführt. Das Grün/Gelbe Kabel ist für die 6,3 Volt Wicklung ein Mittenabgriff (nicht mit Schutzleiter verwechseln). Die 5 V der 5 U 4 G werden mit 2 gelben Leitungen herausgeführt und Gelb/Schwarz ist hier der Mittenabgriff, der ebenfalls nicht benötigt wird.

Im Schaltbild ist dies nicht gelistet, denn es muss ja nicht unbedingt dieser Transformator verwendet werden. Beim Ausgangsübertrager verlangt der Verzicht auf die Gegenkopplung eine sehr hohe Qualität dieses Bauteils.

Röhrenverstärker Home | Bauteile | Schaltpläne | Röhrentechnisches | Tipps & Service | Galerie | Radiomuseum | Archiv | Werkstatt Inside | Kontakt Bestellung | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü